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Crozon bildet die Reede von Brest und gilt als einer der schönsten Naturhäfen der Welt. Aussichtscaps und die zerklüftete Steilküste ragen bis zu 70 m aus dem Meer heraus. Der kleine Ort Crozon liegt inmitten der gleichnamigen Halbinsel und bildet das Geschäftsszentrum der Insel.
Camaret war einst Frankreichs Langustenfischerhafen Nummer 1. Das heutige Camaret besitzt zwar noch einen Fischereihafen, im Vordergrund steht jedoch der moderne Yachthafen. Parallel zum "Quai Gustave Toudouze" befinden sich auf einer Länge von etwa einem Kilometer Bars, Restaurants und Hotels. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang einlang der Hafenmole. Alte abgewrackte Thunfisch-Fangboote schmücken das Hafenbecken. Entlang des südwestlichen Ortsausganges gelangt man zu den Alignements de
Lagatjar, einer etwa 5000 Jahre alten megalithischen Kultstätte. Folgt man dieser Straße weiter, so gelangt man zu dem wohl eindrucksvollsten der sechs Kaps auf der Halbinsel, dem Pointe de Penhir. Die zerklüftete Steilküste setzt sich im Meer durch einige Felseninseln fort, den "Tas de Pois" (Erbsenhaufen). Bei guter Sicht kann man im Südwesten den 26 Km entfernten Pointe du Raz sehen. 2 km weiter südlich befindet sich das kleine Dorf "Sainte-Marie-du-Ménez-Hom". Es besitzt einen umfriedeten Pfarrbezirk. Im Innenhof befindet sich der aus dem 16. Jh. stammende Kalvarienberg.
Côte des Abers
Wir befinden uns im äußersten Nordwesten der Bretagne. Hunderte von Felsen und Untiefen ziehen sich von "Le Conquet", westlich von Brest, bis "Brignogan", an der Grenze zur Côte du Léon. Im Mündungsbereich des "Aber Wrac'h" wimmelt es nur so von kleinen Riffs. Hier scheint auch heute noch an vielen Orten der Tourismus keinen Einzug gehalten zu haben. Nur in einigen touristisch erschlosseneren Städtchen wie "Le Conquet", "Landeda", "Aber Wrac'h" oder "Brignongan" kann man auch in der Nebensaison erahnen, daß hier während den Sommermonaten Juli/August etwas mehr los ist. Da die Luft- und Wassertemperaturen hier jedoch noch etwas niedriger sind, wird man selbst in der Hauptsaison noch seine Ruhe finden.

Le Conquet
Der kleine Fischerei- und Fährhafen befindet sich kurz vor der Einfahrt in die Bucht von Brest. Der Ort besitzt eine gemütliche kleine Oberstadt. Rund um den Marktplatz befinden sich viele alte Gebäude, in den sich Souvenierläden, Cafées oder Restaurants angesiedelt haben, die sich natürlich auf Grund des Fischereihafens auf Fisch- und Meeresfrüchte spezialisiert haben. Über kleine Stichstraßen gelangt man immer wieder zum Hafen hinunter. Aber auch die umliegende Landschaft ist sehenswert. Und natürlich gelangt man von hier auß zu den Inseln Molène und Ouessant. Infos über Fährverbindungen zu den Inseln findet Ihr weiter unten.

Le Conquet

Auf der gegenüberliegenden Seite de Hafens befindet sich die Presqu' Ile de Kermorvan, an deren Spitze sich der gleichnamige Leuchtturm befindet. Von hier aus kann man bei gutem Wetter bis zur etwa 12 km entfernten Ile de Molène blicken. Die zum Naturschutzgebiet erklärte Halbinsel kann man umwandern. Kurz vorher befindet sich eine lange Badebucht, der Plage des Blancs Sablons. Vom großen Sandstrand fällt das Ufer leicht ab, so daß er auch für Kinder gut zum Baden geeignet ist.

Etwa 3 km südlich von Le Conquet befindet sich die Pointe de Saint-Mathieu. Etwas eigenartig anmutend steht in mitten eines zerfallenen Klosters aus dem 6. Jh. der 37 m hohe Phare de St. Mathieu, von dessen Kuppel man einen hervorragenden Ausblick hat, in nord-westliche Richtung bis zur Ile d'Ouessant und in süd-östliche Richtung bis nach Brest.

Aber Wrac'h
Das Gebiet des Aber Wrac'h ist sehr weitläufig. Einerseits bezeichnet der Name Aber Wrac'h ein kleines Städchen mit einem Seegelbootzentrum, welches sich wiederum an der Gleichnamigen Mündung des Aber Wrac'h in den Atlantik befindet. Auf beiden Seiten dieser Mündung haben sich einige Atraktionen Angesiedelt. Befindet man sich auf der südlichen Seite des Mündungsarms,

Saint. Marguerit

sollte man keinesfalls einen Besuch oder gar längeren Aufenthalt auf der Prequ'Ile de St. Marguerite auslassen. Diese erreicht man, wenn man über "Lannilis", dem größten Ort in dieser Region, nach Landeda fährt, den Ort durchquert und immer geradeaus weiter fährt. Nach drei weiteren Kilometern ereicht man schließlich die Halbinsel. Weißer Sand und türkis-blaues Wasser laden sofort zum längeren Verweilen ein. Vor der Insel befinden sich eine Vielzahl kleinster Inselchen, die man bei Niedrigwasser erobern kann.

Saint. Marguerit

Oberhalb des Strandes kann die komplette Halbinsel auf einem Dünenwanderweg umrunden werden. Verläßt man die Insel wieder, empfielt es sich, die Straße entlag der Flußmündung nehmen. So gelangt man nach wenigen Kilometern zu dem kleinen Städchen Aber Wrac'h. Hier befindet sich ein großer Segelboothafen mit mehreren Segelschulen. Hervorragend speisen kann man in den wenigen aber guten Restaurants um anschließend in einem Pub noch ein einhemisches Bier oder ein Guinnes zu sich zu nehmen.


Hier könnt Ihr Euch einen Panoramarundblick der Prequ'Ile de Saint. Marguerite anschauen.


Für einen längeren Aufenthalt sei hier der Campingplatz "Camping des Aber" auf der Prequ'Ile de Saint. Margueritezu empfehlen. Von den freundlichen Besitzern wird man in mehreren Sprachen empfangen. Sowohl der Platz als auch der Strand sind sehr kinderfreundlich.
Um auf die andere Seite des Flusses zu gelangen, muß man leider einen großen Bogen über die einzige Brücke fahren, die Lannilis mit dem nächsten Ort Plouguernau verbindet. Am ersten Kreisverkehr vor dem Ort fährt man in Richtung Lilia weiter. Lilia ist ein kleiner verträumter Ort mit einem kleinen Fischereihafen. Am Hafenbecken befindet sich in der Kurve ein hervorragendes Restaurant.

Ile Vierge

Folgt man der Straße weiter, so erreicht man nach ca. 500 m einen der beeindruckensten Aussichtspunkte. Von hieraus hat man einen hervorragenden Ausbick auf die nur wenige 100 m entfernte Ile Vierge, auf der sich der gleichnamige Leuchtturm befindet. Gewaltig erhebt sich der 83 m hohe und damit Europas höchster Leuchtturm empor. Bei extrem niedrigem Wasser kann man die Insel sogar zu Fuß erreichen. Man sollte sich jedoch schon mit den Gezeiten auskennen, denn sonst kommt man nicht mehr zurück.
Ile Vierge
Weitaus sicherer ist es, die Insel mit einem Ausflugsboot zu besuchen. Vom kleinen Anleger in Porz Perros fährt in den Monaten Juni bis September regelmäßig ein Boot zur Insel. Man sollte jedoch die Überfahrt einige Tage vorher reservieren, da das Interesse sehr groß ist. Im Fahrpreis von 70 FF (Sept. 2001) ist die Besichtigung des Leuchtturms enthalten. Der Aufenthalt auf der Insel dauert ca. 3 Stunden und man hat somit vor oder nach der Besichtigung Zeit für einen kleinen Inselrundgang.
Evt. empfielt es sich, etwas Proviant mit zu nehmen, denn außer dem Leuchtturm, dem Wohnhaus und ein paar Schafen gibt es nichts. Die Insel wird regelmäßig von einem Verpflegungsboot angesteuert. Zurück in Lilia sollte man es wagen, einmal in eine der kleinen Straßen abzubiegen, die wieder zum Aber Wrac'h führen. Es ist nicht ganz einfach und man kann sich schnell verfahren und fährt so unter Umständen sehr lange herum, bis man sein Ziel erreicht hat. Eine detailierte Karte im Maßstab 1:25000 hilft hier gut weiter. Vom Ufer kann man dann doch noch bei Ebbe einige Inseln zu Fuß erreichen, da sich diese nicht all zu weit vom Ufer entfernt befinden.

Brignogan
Das kleine Städtchen befindet sich nur wenige Kilometer von der Küste entfernt am westlichen Ende der Côte des Aber. Wesentlich interessanter ist jedoch der hiesige Küstenabschnitt.
Brignogan
Kleine verträumte Badebuchten umrahmt von riesigen Felsblöcken und Steinen prägen hier die Landschaft. Höhepunkt ist Pontusval. Romantisch tront hier der kleine gleichnamige Leuchtturm auf den Felsen neben einer kleinen Badebucht. Übernachten kann man z.B. auf einem nahe gelegenen Campingplatz von dem man direkten zugang zur Bucht hat. Wo die kleine Badebucht in den Sommermonaten Juli/August kaum genug Platz für alle Urlauber bietet, hat man sie außerhalb der Reisezeit fast für sich alleine.
Weitere Informationen zu diesem Küstenabschnitt findet Ihr im Radtouren-Bericht auf den Stonecross-Seiten unter der Rubrik Tourenübersicht/Reiseberichte »Bretagne 2001«.


Hier noch einige nützliche Adressen, wie Ihr zu den einzelnen Inseln gelangt:

  • Fahrten von Brest, Camaret und Le Conquet zur Ile Molène und der Ile d'Ouessant mit http://www.pennarbed.fr/

  • Fahrten zum Phare d'Ile Vierge finden nur in der Saison statt, evt. außerhalb der Saison einige Sonderfahrten. Tel: 02 98 04 74 94
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