Kulinarisches

  • Meeresfrüchte und Fisch

    Die Fisch- und Meeresfrüchtefans kommen in der Bretagne voll auf ihre Kosten. Die Zubereitung erfolgt in den verschiedensten Formen. Sehr beliebt sind die "Plateaux de fruits de mer", ein hoch aufgetürmter Teller voller Köstlichkeiten bestehend aus Muscheln, Austern, Krebsen, Schnecken und Langoustinos.
    In den größeren Badeorten findet man reihenweise Straßenstände mit einem reichhaltigen Angebot der verschiedensten Meeresfrüchte.
    Möchte man die Ware nicht nur besonders frisch, sondern auch etwas preiswerter, sollte man sich die Mühe machen herauszufinden, wann die Fischerboote in die Häfen zurückkehren. Dies geschieht in der Regel sehr früh morgens oder aber am späten Nachmittag.
    In den Fischhallen werden die Fische und Meeresfrüchte direkt an die Händler meistbietend versteigert und an kleineren Verkaufsständen sofort dem Kunden zum Kauf angeboten. Der Tagespreis richtet sich nach der Fangquote der Fischer, ist aber in der Regel niedriger als in den üblichen Fischläden oder Marktständen. Wenn man mit der französischen Sprache vertraut ist und sich zudem noch einigermaßen mit den Preisen auskennt, kann man die Ware direkt am Boot noch preiswerter erstehen. Besitzt man derartige Kenntnisse nicht, sollte man es besser bleiben lassen, denn allzuschnell wird man als unwissender Tourist enttarnt und das kann unter Umständen noch teurer werden.
    Hummer und Langusten stehen meist zu sehr deftigen Preisen auf den Speisekarten der ansässigen Restaurants. Wesentlich erschwinglicher und genauso gutschmeckend dagegen sind Langoustinos und Krebse.
    In den Restaurants werden sie in der Regel mit einer Majonaise- oder Senfsoße als Vorspeise serviert.
    Austern bekommt man natürlich ebenso überall, jedoch die frischesten und preiswertesten gibt es in den bekannten Zuchtgebieten von Cancale und Belon am Golf von Morbihan. Sie werden in der Regel roh mit einem Tropfen Zitrone und einer Scheibe Brot "geschlürft". Sie werden aber auch gekocht oder überbacken serviert.
    Miesmuscheln (Moules) sind das Standardgericht an der bretonischen Küste. Die klassische Zubereitung sind die Moules marines, in Weißweinsud gekochte Miesmuscheln. Die Portionen sind sehr reichhaltig und überaus preiswert. Weniger häufig kommt die Jakobsmuschel vor. Sie ist deshalb in der Regel etwas teurer aber in ihrer Zubereitung mindestens so schmackhaft wie die Moules. Am besten schmeckt sie mit einer angedickten Soße überbacken.


  • Fleischgerichte und Gemüse

    Über die Fleischgerichte läßt sich sagen, daß man neben einigen Spezialitäten die üblichen Fleichgerichte angeboten bekommt. Dank der salzigen Weiden des Mont St. Michel ist in dieser Region wegen seiner Würze ganz besonders Lammfleisch zu empfehlen. Noch bekannter und angeblich besser ist das "vorgesalzene" Lammfleisch auf der Insel Ouessant.

    Da die Bretagne das Gemüseanbaugebiet Frankreichs ist, wird zu allen Speisen ein reichhaltiges Sortiment an Gemüse angeboten.


  • Crêpes
    Crêperien gibt es in fast jedem Ort. Crêpes sind leicht zuzubereiten und man bekommt sie in den verschiedensten Varianten. Die Füllungen für die süßlichere Version bestehen meißt aus Zucker, Marmelade oder einer Schokocreme. Die Füllungen für die etwas herzhafteren Crêpes bestehen unter anderem aus Schinken, Pilzen, Käse oder Eiern.


  • Getränke

    Sehr erfrischend und preiswert ist der Cidre, bestehend aus einem leicht vergohrenem Apfelsaft mit minimalem Alkoholgehalt. Der Calvados ist eigendlich eine normannische Spezialität, man bekommt ihn jedoch auch im Grenzgebiet zur Bretagne. Fährt man zum Mont St. Michel, passiert man auf der etwa 20 Kilometer langen Strecke zwei Dutzend Straßenstände, an denen verschiedene Sorten zum Probieren und vor allem natürlich zum Verkauf angeboten werden.
    Weinanbaugebiete findet man in der Bretagne dagegen eher selten. Zum Glück kann man hier auf das reichhaltige und gute Angebot des restlichen Frankreichs zurückgreifen.
    Auch Bier wird in der Bretagne verstärkt angeboten. Selbst in den Straßencafes bekommt man schon lange nicht mehr nur Einheimisches vorgesetzt.


  • Sonstiges

    Die preiswerteste Art sich den Magen mit allen nur erdenklichen Köstlichkeiten vollzuschlagen ist sicher die Selbstversorgung. Selbst in dem kleinsten Ort findet noch ein kleiner Wochenmarkt statt, auf dem vom Käse bis zur kompletten Einkleidung alles zu bekommen ist. Die Lebensmittel sind zumeist sehr frisch (auch in ländlichen Gegenden) und auf Grund ihrer Herkunft auch recht preiswert. Sollte gerade kein Markt in der Nähe sein, kann man immer noch auf eine der großen Supermarktketten zurückgreifen. Die Frische mancher Artikel läßt zwar zu wünschen übrig, dafür bekommt man diverse Konserven preiswerter, die nicht so schnell verderben, was im Hochsommer durchaus Vorteile hat.
    Frisches Brot jeglicher Art ist dagegen immer gesichert, da die Boulangerieen selbst Sonntags geöffnet haben. Immer häufiger findet man auch Grau-, Schwarz- und Mehrkornbrote. Generell kann man sagen, daß das Preis- Leistungsverhältnis in Frankreich dem in Deutschland entspricht.
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