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Die Trachten

Es gibt über 60 verschiedene Trachten, die größtenteils zu festlichen Anlässen getragen werden, vereinzelt sieht man jedoch ältere Frauen gerade in der westlichen Bretagne noch im Alltag in Trachten. Während die Männer mit Stickereien verzierte Westen, Kniehosen und einen breitrandigen Hut tragen, kleiden sich die Frauen mit weiten Röcken, Blusen und Mieder, und vor allem natürlich den "Coiffe", der weißen Spitzenhaube. Eine Besonderheit, die man nur in Pont l'Abbè, im Departement Finistère sehen wird, ist die Bigouden-Haube. Es ist eine bis zu 30 cm lange, aus Strohhalmen bestehende Röhre. Anhand der Coiffe und der gesamten Tracht war der soziale Status und die Herkunft des Trägers zu erkennen. Im Hochsommer finden gerade im Westen der Bretagne Feste statt, auf denen die
Befölkerung ihre Trachten zur Schau stellt. Die Pardons gehöhren zu diesen Festen. Sie sind eine religiöse Wallfahrt, die einem Folksfest ähnelt. In der Bretagne gibt es sehr viele verschiedene Pardons dieser Art. Die einheimische Bevölkerung trägt heute noch die einheimischen Trachten. In der heutigen Zeit werden die Pardons allerdings immer mehr zu Touristenspektakeln.


Musik und Folklorefeste

Die bretonische Folksmusik ähnelt der Schottischen, zumindest was die Instrumente und Rhytmen angeht. Die Instrumente der Gruppen beschränken sich auf das "Biniou", die "Bombarde" und das Schlagzeug. Das Biniou ist der bretonische Dudelsack. Die Bombarde ähnelt der Oboe, ist allerdings sehr viel lauter und agressiver im Klang.
In der etwas moderneren Folksmusik werden seit geraumer Zeit die obengenannten Instrumente von Gitarren oder Banjos begleitet, ja teilweise sogar schon ersetzt. Bekannte Vertreter moderner bretonischer, bzw. keltischer Musik sind unter anderem Alan Stivell oder Glenmor.
Man kann den ganzen Sommer über an diversen Musikfesten teilnehmen. Bei dieser Gelegenheit werden die Trachten der Regionen vorgeführt, es werden kulinarische Spezialitäten angeboten, und die verschiedensten Musikstile untermalen die Veranstaltungen.
Hier eine kleine Auswahl regelmäßig stattfindener Feste:
Juli:
- "Festival de Cornouaille" in Quimper
August:
- "Fete de Filets bleus" ein Fischerfest in Concarneau
- "Fete des Fleures d'Ajoncs" ein Blütenfest in Pont-Aven
- "Festival Interceltique" in Lorient
Hunderte von Künstlern und Musikern führen keltische Kultur auf.
Darüber hinaus finden in den Dörfern und Städten laufend kleine bretonische Feste statt. Es gibt somit genügend Gelegenheit, die bretonische Kultur näher kennen zu lernen.


Ortsnamen


Die Ortsnamen, gerade im Departement Finistère, lassen sich von der keltischen Kultur ableiten.
Am häufigsten kommen folgende Vorsilben vor:

  • Plou: bedeutet Pfarrei (Plougastel oder Plougonven)
  • Tre: ist der Weiler in der Pfarrei (Tregastel)
  • Lan: ist eine Einsiedelei (Landernau)
  • Plo - Ple - Ploe - Pleu und viele andere.

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